Pressemitteilungen
  • Vorweggenommene Erbfolge als Starthilfe - Mit einer Ausstattung die Kinder unterstützen

    Die Heirat und der Schritt in die wirtschaftliche Selbständigkeit sind zwei wichtige Momente im Leben der meisten Menschen. Damit diese Unterfangen gelingen, möchten viele Eltern ihre Kinder auch in finanzieller Hinsicht unterstützen und einen Teil ihres Vermögens an die Kinder weitergeben. Das können Bargeldbeträge, Immobilien, der elterliche Betrieb oder andere Vermögenswerte sein. Um diesen Vermögenstransfer umzusetzen, gibt es neben der bekannteren Schenkung auch die Möglichkeit der sogenannten Ausstattung. (...)
    [November 2018]
  • Angehörige sind nicht automatisch bevollmächtigt - Immobilienverkauf mit Vorsorgevollmacht

    Wer nicht mehr in der Lage ist, geschäftliche Entscheidungen zu treffen, benötigt einen Stellvertreter, der dies übernimmt. Ehepartner und Kinder sind per Gesetz nicht immer automatisch bevollmächtigt. Ohne vorab erteilte Vollmacht können plötzliche Erkrankungen oder Unfälle ungeahnte Konsequenzen haben. (...)
    [Oktober 2018]
  • Mietverträge werden mitvererbt - Steuerfreibeträge beachten

    Zum Nachlass eines Verstorbenen gehören häufig Immobilen. Wird eine vermietete Immobilie vererbt, wird auch das Mietverhältnis vererbt. Der Erbe, beziehungsweise die Erben treten anstelle des Verstorbenen in den Mietvertrag ein. Darüber müssen sie den Mieter informieren. (...)
    [September 2018]
  • Das Erbbaurecht - Bauen ohne Grundeigentum

    Für den Hausbau braucht man ein Grundstück – soweit so gut. Die meisten angehenden Bauherren kaufen daher Baugrund. Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit, an eine Baufläche für das Eigenheim zu gelangen. Alternativ kann dies auch über den Erwerb von Erbbaurechten geschehen. (...)
    [August 2018]
  • Mit Nachlassplanung die Erbfolge steuern - Streit in der Erbengemeinschaft vermeiden

    Wenn der Nachlass eines Verstorbenen schlecht oder gar nicht geplant ist, birgt ein Todesfall großes Streitpotenzial für die Erben. Zukünftige Erblasser sollten sich daher über mögliche Probleme beim Vererben genauso im Klaren sein wie die Erben in einer Erbengemeinschaft. (...)
    [Juli 2018]
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Berufsziel Notar/in
 
1. Staatlich beschränkter Zugang

Notare werden nach § 4 BNotO bestellt, wenn es für eine geordnete Rechtspflege erforderlich ist. Wann das im Einzelnen der Fall ist, wird in der Allgemeinen Verfügung über Angelegenheiten der Notarinnen und Notare des Landes Berlin (AVNot) unter Ziffer 1 geregelt.
 
Dabei wird zwischen a) Bedarfs- und b) Altersstrukturstellen unterschieden:
 
a) Die Zahl der auszuschreibenden Stellen wird jährlich von der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz auf der Grundlage des Beurkungsaufkommens der vorangegangenen vier Jahre ermittelt. Dabei werden die Urkundsgeschäfte unterschiedlich gewichtet (je nach Art des Geschäfts) und durch die Anzahl der Notare geteilt. Bei Überschreiten der Messzahl 275 schreibt die Senatsverwaltung Stellen aus.
 
b) Daneben werden zur Wahrung einer geordneten Altersstruktur des Notarberufs unabhängig vom Bedarf in jedem ungeraden Jahr 30 Notarstellen ausgeschrieben.
 
Die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz schreibt diese Stellen regelmäßig gegen Ende des jeweiligen Kalenderjahres im Amtsblatt für Berlin aus. Dadurch können Bewerberinnen und Bewerber, die im Frühjahr desselben Jahres den schriftlichen Teil und im Herbst den mündlichen Teil der notariellen Fachprüfung absolvieren, sich um eine Stelle bewerben.  

 

2. Voraussetzungen der Bestellung zum Notar / zur Notarin


Die Voraussetzungen für eine Bewerbung regelt § 6 BNotO. Danach soll nur zum Notar bestellt werden, wer persönlich und fachlich für das Amt geeignet ist und - im Bereich des Anwaltsnotariats - 

 

- mindestens fünf Jahre in nicht unerheblichem Umfang für verschiedene Auftraggeber als   

  Rechtsanwalt tätig gewesen ist;

- diese Tätigkeit mindestens drei Jahre ununterbrochen in dem in Aussicht genommenen

  Amtsbereich ausgeübt hat;

- die notarielle Fachprüfung bestanden hat;

- ab dem Bestehen der Fachprüfung seiner Fortbildungsverpflichtung (15 Stunden

   im Kalenderjahr) nachgekommen ist und

- eine Praxisausbildung von im Regelfall 160 Stunden absolviert hat.

 

Allgemeine und örtliche Wartezeit sollen sicherstellen, dass der Bewerber zum einen über die nötigen praktischen Erfahrungen im Justizbereich verfügt und zum anderen die organisatorischen Voraussetzungen für eine notarielle Geschäftsstelle geschaffen und eine wirtschaftliche Unabhängigkeit erlangt hat.

 

3. Notarielle Fachprüfung


Die notarielle Fachprüfung wird von dem bei der Bundesnotarkammer eingerichteten Prüfungsamt für die notarielle Fachprüfung abgenommen. Sie besteht aus einem schriftlichen Teil (4 Klausuren) und einer mündlichen Prüfung. Ihr Ergebnis fließt im Rahmen der Auswahlentscheidung zu 60 %, das Ergebnis der Zweiten Juristischen Staatsprüfung zu 40 % ein.

 

4. Fortbildungsverpflichtung


Wird ein Bewerber nicht in dem Jahr zum Notar ernannt, in dem er die notarielle Fachprüfung bestanden hat, muss er seine erworbenen Kenntnisse jedes Jahr durch Fortbildung festigen und aktualisieren. Unterbleibt diese Fortbildung, verfällt die notarielle Fachprüfung!

 

5. Praxiserfahrung


Voraussetzung für eine Ernennung ist weiter, dass der Bewerber sich mit der notariellen Berufspraxis hinreichend vertraut gemacht hat. Der Bewerber soll sich 160 Stunden von einem von der Notarkammer bestimmten Ausbildungsnotar schulen lassen. Diese Ausbildungszeit kann bei vergleichbaren Praxiserfahrungen durch Notarvetretungen und Notariatsverwaltungen oder das Besuchen eines Praxislehrganges (nicht: eines Vorbereitungslehrganges auf die notarielle Fachprüfung) verkürzt werden. Einzelheiten regelt die Ausbildungsordnung der Notarkammer Berlin, die Sie hier finden.

 

Gemäß § 4 Abs. 1 Satz 1 wird der Ausbildungsnotar auf schriftlichen Antrag des Bewerbers von der Notarkammer bestimmt. Einen Mustertext für den entsprechenden Antrag finden Sie hier. Dabei ist erwünscht, dass der Bewerber den Ausbildungsnotar selbst vorschlägt; die Wahl eines Notars aus der eigenen Sozietät ist unbedenklich.

Die Praxisausbildung kann nach Maßgabe des § 6 der Ausbildungsordnung verkürzt werden. Textbausteine für entsprechende Verkürzungsanträge finden Sie hier. Soweit die Verkürzung wegen in Eigenschaft als Notarvertreter oder Notariatsverwalter durchgeführter Urkundsgeschäfte gem. § 6 Abs. 2 der Ausbildungsordnung beantragt wird, ist eine Bescheinigung beizufügen, für die wir den hier herunterzuladenden Vordruck vorgesehen haben.