Pressemitteilungen
  • Mit Nachlassplanung die Erbfolge steuern - Streit in der Erbengemeinschaft vermeiden

    Wenn der Nachlass eines Verstorbenen schlecht oder gar nicht geplant ist, birgt ein Todesfall großes Streitpotenzial für die Erben. Zukünftige Erblasser sollten sich daher über mögliche Probleme beim Vererben genauso im Klaren sein wie die Erben in einer Erbengemeinschaft. (...)
    [Juli 2018]
  • Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung - Der einfachste Weg zur Scheidung

    Bis dass der Tod uns scheide – dieses Versprechen geben sich zwei Menschen, wenn sie heiraten. Trennen sich die Eheleute, scheitert ein Lebensplan. Zu der emotionalen Belastung kommt, dass wichtige finanzielle und wirtschaftliche Fragen geklärt und Entscheidungen getroffen werden müssen. Dazu zählen unter anderem Unterhaltsansprüche, die Aufteilung des Hausrats, die Auflösung eines gemeinsamen Testaments oder Vermögens- und Zugewinnausgleichansprüche. Hat das Paar gemeinsame minderjährige Kinder, muss es zudem Fragen des Sorge- und Umgangsrechts klären. (...)
    [Mai 2018]
  • Gesetzliche Neuerungen bei Haus- und Wohnungsbau mit Bauträger - Bauherr darf aus wichtigem Grund nicht mehr kündigen

    Wer ein Haus oder eine Wohnung von einem Bauträger erwerben möchte, muss nach neuer Gesetzeslage ab 2018 einige Besonderheiten beachten. Ein Bauträgervertrag beinhaltet Elemente eines Kauf- und Werkvertrags und muss notariell beurkundet werden. Mit der Unterzeichnung treffen Bauherren eine weitreichende Entscheidung. Da das Bauen mit einem Bauträger mit zahlreichen Risiken verbunden sein kann, sollten Verbraucher den Notartermin unbedingt nutzen, um sich rechtzeitig über die Konsequenzen des Vertragsabschlusses aufklären zu lassen. (...)
    [April 2018]
  • Private Zufahrt zum Grundstück sichern - Baugenehmigung reicht nicht aus

    Viele Grundstücke haben keinen direkten Zugang zur Straße. Zu erreichen sind solche Hinterliegergrundstücke nur über ein anderes Privatgrundstück. Wer ein Haus in „zweiter Reihe“ erwerben möchte, sollte sich rechtlich unbedingt absichern. Denn selbst wenn eine Baugenehmigung vorliegt, muss der Käufer unter Umständen mit dem Einspruch des Nachbarn rechnen, dessen Grundstück nutzen zu dürfen. (...)
    [Februar 2018]
  • Dr. Marius Kohler neuer Präsident des Rats der Notariate der Europäischen Union

    Berlin, 22. Januar 2018 – Der hamburgische Notar Dr. Marius Kohler hat am 19. Januar 2018 die Leitung des Rats der Notariate der Europäischen Union übernommen. Auch Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas nahm an der feierlichen Amtsübergabe teil und würdigte in seiner Ansprache die besondere Bedeutung der Notarinnen und Notare für Rechtssicherheit und Verbraucherschutz, die auch im Rahmen einer Weiterentwicklung des elektronischen Rechtsverkehrs erhalten bleiben müsste. (...)
    [Januar 2018]
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Anwaltsnotar/in - Rechtsanwalt und Notar in einer Person

Der Gedanke, dass zwei Berufe, nämlich der Anwaltsberuf und der Notarberuf durch ein und dieselbe Person ausgeübt werden können, hat seinen Ursprung in der Geschichte des Königreichs Preußen. Dort wurde die gleichzeitige Ausübung beider Berufe mit Blick auf die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Rechtsdienstleistungen in der Fläche zugelassen und hat sich im Lauf der Zeit durchgesetzt. Nach dem Untergang des Staates Preußen im Jahr 1947 blieb das Anwaltsnotariat in den früheren preußischen Provinzen Westdeutschlands weitgehend erhalten und fand im Jahr 1961 in Form von § 3 Abs. 2 Eingang in die Bundesnotarordnung.

 

Aufgrund dieser historischen Begebenheiten werden heute in etwa einem Drittel Deutschlands Rechtsanwälte mit mehrjähriger Berufserfahrung und einem durch Abschluss einer notariellen Fachprüfung erbrachten Nachweis der fachlichen Eignung zu Notaren auf Lebenszeit bestellt. Neben diesen ca. 5.600 Anwaltsnotaren stehen etwa 1.500 Notare im restlichen Bundesgebiet, die ihr Amt als Hauptberuf versehen und ihre Ausbildung in einem sich an die 2. juristische Staatsprüfung anschließenden Assessorendienst erhalten.

 

Unabhängig von den verschiedenen Notariatsformen haben alle Notare die gleichen Beurkundungszuständigkeiten und unterliegen den gleichen Amtspflichten.