Pressemitteilungen
  • Notarieller Immobilienkaufvertrag ist ausschlaggebend - Exposé berechtigt nicht zu nachträglichen Ansprüchen

    Für den Erwerb einer Immobilie muss in Deutschland ein Notar eingeschaltet werden, der den Kaufvertrag beurkundet. Eigenarten der verkauften Immobilie wie beispielsweise die Wohnfläche, die sich aus den Vertragsverhandlungen und etwaigen Exposés ergeben, aber nicht vertraglich festgehalten werden, ermöglichen Käufern keine Sachmängelhaftungsansprüche. Ein Sachmangel kann nur auf das Fehlen einer Eigenschaft der Kaufsache gestützt werden, wenn der Käufer diese nach Angaben des Verkäufers erwarten durfte. (...)
    [März 2019]
  • Güterstand und Schenkungen aufeinander abstimmen Steuerfreibeträge ausnutzen

    Wer mit einer Schenkung bereits zu Lebzeiten Vermögen an den Ehepartner übertragen möchte, kann mit einem Wechsel des Güterstands unter Umständen auf legalem Weg Steuern sparen. Eine Schenkung unterliegt ab 500.000 Euro auch bei Eheleuten der Steuerpflicht, wobei Sonderregelungen für die Übertragung des Familienwohnheims gelten. Wird im Laufe der Ehe in einem Ehevertrag Gütertrennung vereinbart, endet die gesetzliche Zugewinngemeinschaft. Hat ein Ehegatte mehr Zugewinn erwirtschaftet als der andere, entsteht eine Zugewinnausgleichsforderung. Diese ist steuerfrei übertragbar und zwar auch dann, wenn mehr als 500.000 Euro gezahlt werden. (...)
    [Februar 2019]
  • Erbe trotz Trennung - Anspruch auf Pflichtteil bleibt bestehen

    Trennung und Scheidung sind selten angenehme Angelegenheiten. Richtig kompliziert kann es jedoch werden, wenn einer der Ehepartner stirbt. In dem Fall kommt es darauf an, wie weit der Scheidungsprozess zum Zeitpunkt des Todes vorangeschritten ist. (...)
    [Januar 2019]
  • Vorweggenommene Erbfolge als Starthilfe - Mit einer Ausstattung die Kinder unterstützen

    Die Heirat und der Schritt in die wirtschaftliche Selbständigkeit sind zwei wichtige Momente im Leben der meisten Menschen. Damit diese Unterfangen gelingen, möchten viele Eltern ihre Kinder auch in finanzieller Hinsicht unterstützen und einen Teil ihres Vermögens an die Kinder weitergeben. Das können Bargeldbeträge, Immobilien, der elterliche Betrieb oder andere Vermögenswerte sein. Um diesen Vermögenstransfer umzusetzen, gibt es neben der bekannteren Schenkung auch die Möglichkeit der sogenannten Ausstattung. (...)
    [November 2018]
  • Angehörige sind nicht automatisch bevollmächtigt - Immobilienverkauf mit Vorsorgevollmacht

    Wer nicht mehr in der Lage ist, geschäftliche Entscheidungen zu treffen, benötigt einen Stellvertreter, der dies übernimmt. Ehepartner und Kinder sind per Gesetz nicht immer automatisch bevollmächtigt. Ohne vorab erteilte Vollmacht können plötzliche Erkrankungen oder Unfälle ungeahnte Konsequenzen haben. (...)
    [Oktober 2018]
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Anwaltsnotar/in - Rechtsanwalt und Notar in einer Person

Der Gedanke, dass zwei Berufe, nämlich der Anwaltsberuf und der Notarberuf durch ein und dieselbe Person ausgeübt werden können, hat seinen Ursprung in der Geschichte des Königreichs Preußen. Dort wurde die gleichzeitige Ausübung beider Berufe mit Blick auf die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Rechtsdienstleistungen in der Fläche zugelassen und hat sich im Lauf der Zeit durchgesetzt. Nach dem Untergang des Staates Preußen im Jahr 1947 blieb das Anwaltsnotariat in den früheren preußischen Provinzen Westdeutschlands weitgehend erhalten und fand im Jahr 1961 in Form von § 3 Abs. 2 Eingang in die Bundesnotarordnung.

 

Aufgrund dieser historischen Begebenheiten werden heute in etwa einem Drittel Deutschlands Rechtsanwälte mit mehrjähriger Berufserfahrung und einem durch Abschluss einer notariellen Fachprüfung erbrachten Nachweis der fachlichen Eignung zu Notaren auf Lebenszeit bestellt. Neben diesen ca. 5.600 Anwaltsnotaren stehen etwa 1.500 Notare im restlichen Bundesgebiet, die ihr Amt als Hauptberuf versehen und ihre Ausbildung in einem sich an die 2. juristische Staatsprüfung anschließenden Assessorendienst erhalten.

 

Unabhängig von den verschiedenen Notariatsformen haben alle Notare die gleichen Beurkundungszuständigkeiten und unterliegen den gleichen Amtspflichten.