Pressemitteilungen
  • Die Fiskalerbschaft - Der Staat erbt den Rest

    Wenn keine Erben vorhanden sind, erbt in der Regel der Staat. Dabei erbt das Bundesland, in dem der Verstorbene zuletzt wohnte. Kann dieses nicht ermittelt werden, erbt der Bund. Der Staat erbt, wenn potenzielle Erben durch Erbverzicht, Enterbung oder ähnliches nicht mehr als Erbe infrage kommen oder der Verstorbene keine Angehörigen hatte. Eine weitere, wenn auch selten gewählte Möglichkeit ist, dass der Verstorbene in seinem Testament gezielt den Staat als Erben einsetzt. (...)
    [April 2019]
  • Notarieller Immobilienkaufvertrag ist ausschlaggebend - Exposé berechtigt nicht zu nachträglichen Ansprüchen

    Für den Erwerb einer Immobilie muss in Deutschland ein Notar eingeschaltet werden, der den Kaufvertrag beurkundet. Eigenarten der verkauften Immobilie wie beispielsweise die Wohnfläche, die sich aus den Vertragsverhandlungen und etwaigen Exposés ergeben, aber nicht vertraglich festgehalten werden, ermöglichen Käufern keine Sachmängelhaftungsansprüche. Ein Sachmangel kann nur auf das Fehlen einer Eigenschaft der Kaufsache gestützt werden, wenn der Käufer diese nach Angaben des Verkäufers erwarten durfte. (...)
    [März 2019]
  • Güterstand und Schenkungen aufeinander abstimmen Steuerfreibeträge ausnutzen

    Wer mit einer Schenkung bereits zu Lebzeiten Vermögen an den Ehepartner übertragen möchte, kann mit einem Wechsel des Güterstands unter Umständen auf legalem Weg Steuern sparen. Eine Schenkung unterliegt ab 500.000 Euro auch bei Eheleuten der Steuerpflicht, wobei Sonderregelungen für die Übertragung des Familienwohnheims gelten. Wird im Laufe der Ehe in einem Ehevertrag Gütertrennung vereinbart, endet die gesetzliche Zugewinngemeinschaft. Hat ein Ehegatte mehr Zugewinn erwirtschaftet als der andere, entsteht eine Zugewinnausgleichsforderung. Diese ist steuerfrei übertragbar und zwar auch dann, wenn mehr als 500.000 Euro gezahlt werden. (...)
    [Februar 2019]
  • Ab 29. Januar 2019 gelten in Europa neue Regelungen für Ehen und Lebenspartnerschaften

    Die EU-Güterrechtsverordnungen sind ein Meilenstein, der das internationale Familienrecht in der europäischen Union erheblich vereinfachen wird. Ab dem 29. Januar 2019 werden die neuen Regelungen auf sämtliche Fragen des ehelichen Güterstands und der Güterstände eingetragener Lebenspartnerschaften angewendet. (...)
    [Januar 2019]
  • Erbe trotz Trennung - Anspruch auf Pflichtteil bleibt bestehen

    Trennung und Scheidung sind selten angenehme Angelegenheiten. Richtig kompliziert kann es jedoch werden, wenn einer der Ehepartner stirbt. In dem Fall kommt es darauf an, wie weit der Scheidungsprozess zum Zeitpunkt des Todes vorangeschritten ist. (...)
    [Januar 2019]
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Anwaltsnotar/in - Rechtsanwalt und Notar in einer Person

Der Gedanke, dass zwei Berufe, nämlich der Anwaltsberuf und der Notarberuf durch ein und dieselbe Person ausgeübt werden können, hat seinen Ursprung in der Geschichte des Königreichs Preußen. Dort wurde die gleichzeitige Ausübung beider Berufe mit Blick auf die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Rechtsdienstleistungen in der Fläche zugelassen und hat sich im Lauf der Zeit durchgesetzt. Nach dem Untergang des Staates Preußen im Jahr 1947 blieb das Anwaltsnotariat in den früheren preußischen Provinzen Westdeutschlands weitgehend erhalten und fand im Jahr 1961 in Form von § 3 Abs. 2 Eingang in die Bundesnotarordnung.

 

Aufgrund dieser historischen Begebenheiten werden heute in etwa einem Drittel Deutschlands Rechtsanwälte mit mehrjähriger Berufserfahrung und einem durch Abschluss einer notariellen Fachprüfung erbrachten Nachweis der fachlichen Eignung zu Notaren auf Lebenszeit bestellt. Neben diesen ca. 5.600 Anwaltsnotaren stehen etwa 1.500 Notare im restlichen Bundesgebiet, die ihr Amt als Hauptberuf versehen und ihre Ausbildung in einem sich an die 2. juristische Staatsprüfung anschließenden Assessorendienst erhalten.

 

Unabhängig von den verschiedenen Notariatsformen haben alle Notare die gleichen Beurkundungszuständigkeiten und unterliegen den gleichen Amtspflichten.